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29.08.17

rituals for inner peace and structure

Ich würde mittlerweile zweifellos jedem der mich fragt über mich selbst erzählen, dass ich ein Mensch bin, der sich jeden Tag unendlich viele verschiedene Dinge vornimmt die er machen möchte. Auf der einen Seite möchte ich jeden Tag dazu nutzen alles zu geben, Dinge zu erschaffen, zu wachsen und Erfahrungen zu sammeln, ich bin so hungrig auf das Leben an sich mit all seinen Ecken und Kanten. Wenn ich alles gebe fühle mich am lebendigsten und erfülltesten - meistens. ''Meistens'' deshalb, weil diese Einstellung die ich habe hin und wieder einige Dinge nach sich zieht, auf die ich gerne lernen möchte zu verzichten.


Ich bin so oder so schon ein Extremist, und oft verliere ich mich dann in irgendeiner der Dinge die ich gerade tue und verliere dadurch dann den Blick auf die anderen Dinge an denen ich an diesem Tag noch wachsen wollte und die mir eigentlich auch noch wichtig gewesen sind. Was mir dann am Ende des Tages fehlt, ist diese wundervolle Balance und der Blick auf das Ganze an sich, anstatt zeitlich und innerlich zu sehr an irgendeiner bestimmten Sache festgehangen zu haben.

Was eigentlich viel bedeutsamer ist, ist neben den Dingen die auf der Strecke bleiben weil ich mich zu sehr auf eine bestimmte Sache fokussiere, die Verbundenheit mit mir selbst. Dadurch, dass ich den ganzen Tag durchgehend ohne Pause immer etwas tue, komme ich in so eine Art Zustand der manchmal ein bisschen dem einer Maschine zu nahe kommt. Ich frage ich mich dann, wer ich eigentlich bin wenn ich das nicht tue, oder wenn ich an sich nichts tue. Besonders wenn auf Reisen aus meiner normalen Routine raus bin, wird mir total klar wie schwer es für mich ist mal nichts zu tun.

Dadurch dass ich ständig dabei bin etwas etwas zu schaffen, bin ich oft zu sehr von meinem Ego geleitet und ich vergesse oft stolz auf das zu sein was ich geschafft habe. Statt es zu schätzen zu wissen, mich daran zu erfreuen und wirklich zu fühlen, stürze ich mich immer direkt in den nächsten Punkt auf meiner Liste.


Um diesen drei Folgen; Verlust von Balance, Identitätsabhängigkeit und fehlende Appreciation entgegen zu wirken, habe ich mir mir und meinem Wohlbefinden zu Liebe einige kleine Rituale und Routinen ausgedacht, damit ich insgesamt im Alltag friedlicher, strukturierter, dankbarer, glücklicher und auch liebender gegenüber mir selbst bin. Ich bin auf einer innerlichen Reise zu einem Ort, an dem ich friedlich sein kann, unabhängig von allen äußeren Umständen wie die Meinung anderer, dem was ich getan habe, wo ich mich befinde, oder sonstigen Faktoren. Es ist ein langer, aber wunderschöner Weg den ich gerne gehe. Die ersten kleinen Schritte in diese Richtung sind einige meiner Rituale, die ich gerne mit euch teilen möchte.


1. EMBRACE YOURSELF THE WAY YOU ARE Der für mich wichtigste Schritt von allen war es, zu akzeptieren wie ich bin und wie ich ticke, und mir zu sagen dass es einfach komplett okay, und nicht falsch so ist. Ich bin überzeugt davon, dass man sich ohne diese Akzeptanz gar nicht wirklich in diesen Punkten verbessern kann.

2. TAKE TIME TO BREATHE Der einfachste Weg wieder zu sich selbst zu finden wenn man gerade in irgendwelchen Dingen versunken ist, ist es natürlich einfach aufzuhören - sich Zeit zu nehmen - und ganz tief und bewusst durchzuatmen und den Körper zu spüren und seinen Bedürfnissen bewusst werden. Dadurch verbinde ich mich wieder mit mir selbst und shifte meinen Fokus wieder auf das Ganze, alles ganz easy. Ich würde mich mindestens einmal pro Stunde daran erinnern so eine Atempause zu machen, es kann nur positive Auswirkungen mit sich bringen. Auch Alltägliche Situationen wie Zähne putzen, duschen oder in der Bahn sitzen eignen sich perfekt dazu in sich zu gehen mit so einer einfachen Art der Meditation.

3. PLAN WITH A LIST Ich plane meinen Tag immer schon mit einer Liste am Abend davor. Am besten natürlich eine ausbalancierte Liste, auf der die Zeit und Entspannung mit sich selbst auch ihren Platz hat. Auch diese kleinen aber wichtigen und wohltuenden Rituale können in so eine Liste integriert werden. Eine durchdachte und realistische Reihenfolge ist für mich selbst super um das ganze einfacher durchzuziehen. Oft schaue ich auch zwischendurch am Tag auf meine Liste, um mich daran zu erinnern nicht an bestimmten Dingen zu verharren und auch noch anderen Dingen ihren Raum zu geben.

4. MAKE THE NOW BEAUTIFUL Für mich ist es super wichtig dass ich mich wohlfühle bei dem was ich tue, und nicht in so einen Tunnelblick zum Ziel hin verfalle. Ich möchte das was ich gerade tue mit Freude und Liebe tun. Was mich dabei unterstützt ist eine Umgebung in der ich mich wohlfühle, wie neben einem aufgeräumten und liebevoll gestaltetem Zimmer zum Beispiel mein Besuch im Lieblingscafé oder ein Kännchen mit meinem Lieblingstee auf meinem aufgeräumten Schreibtisch. Nehmt die Zeit euch vorher euren kleinen Wohlfühlort zu erschaffen in dem ihr voll und ganz da sein könnt, nichts lohnt sich mehr als das!

5. TAKE TIME TO REFLECT IN BETWEEN Und damit alles ein bisschen sicherer wird, spare ich definitiv nicht daran, mir in meinen Listen Zeiten zum reflektieren auf den bisherigen Tag zu geben. Ich persönlich liebe es zu einfach aufzuschreiben was ich bis jetzt schon an dem Tag gemacht habe, was ich noch machen werde, wie ich mich gerade fühle und was ich denke. Ich werde dadurch eine Million mal bewusster und schätze viel mehr. Zudem gibt es mir auch eine viel bessere innere Struktur und ich neige nicht so stark dazu mich in meinem Tag zu verlieren. Damit das nicht zu kurz kommt, plane ich es mir momentan ganz bewusst direkt nach der Arbeit ein um mich erstmal zu sammeln, ehe ich mich zum Beispiel direkt ins Bett mit Social Media fallen lasse, Haare wasche oder esse. Generell tut weniger Zeit auf Social Media unglaublich gut, einen viel freieren Kopf zu haben. Vielleicht habt ihr aber auch eine ganz andere Art den Tag zu reflektieren? Erzählt mir liebend gerne davon!

6. TAKE TIME TO JUST BE Ganz wichtig ist es für mich persönlich auch, mir jeden Tag ein bisschen Zeit dafür zu nehmen bewusst mal nichts zu tun und abzuschalten. Einfach so, damit ich ein bisschen besser lerne mich zu entspannen und nicht vergesse, dass mein Selbst unabhängig davon ist, was ich mache und erreiche. Dazu habe ich dadurch Zeit anzukommen und auf das was ich gemacht habe zu reflektieren und mich dafür selbst zu schätzen.

7. STEP OUT OF YOUR COMFORT ZONE Gerade diesen Sommer ist mir klar geworden wie viel ich in dieser Hinsicht noch zu lernen habe. Ich möchte es wagen oder wenn und aber so oft wie möglich aus meinem Alltagsumfeld hinaustreten.. direkt in Situationen die mir schwer fallen und mir meine Sicherheit nehmen wird. Durch nichts lerne ich mehr, bedingungslos glücklich und friedlich zu sein. Dieser innerer Frieden wie so ein Fels in der Brandung dem der Zustand des Wassers und des Windes nichts anhaben kann ist ein kleines Träumen von mir. Ein genauerer Blogpost zu diesem wundervollen Ziel erwartet euch ganz bald.

8. PRACTICE GRATITUDE DAILY Als letzten Punkt habe ich mir noch vorgenommen, mir wirklich jeden Tag noch einmal Zeit zu nehmen, aufzuschreiben für was ich an diesem Tag alles dankbar bin. Dabei möchte ich mich dann nicht auf die Dinge beziehen die ich an diesem Tag geschafft habe, sondern viel eher auf die Dinge unabhängig davon, wie zum Beispiel der Mond den ich durch mein Fenster sehen konnte, die Zeit am Meer, die Inspiration, die Sonne die auf meine Arme geschienen hat, oder den leckeren Tee den ich getrunken habe, nachdem ich einen Schneespaziergang gemacht habe. Auch vor ganz besonderen Geistesblitzen oder Erkenntnissen möchte ich keinen Halt machen.
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26.08.17

solo travel diary baltic sea

DAY 1 - Der Anfang fast jeder meiner Reisen verläuft niemals so wie geplant, das scheint ein ungeschriebenes Gesetz des Universums zu sein, und meine Challenge ist es, zu lernen damit umzugehen und positiv zu bleiben. Nachdem ich Dienstag Abend den Entschluss gefasst hatte, meinem Blog ein komplett neues Aussehen zu verpassen, ging das Ganze sowas von schief dass ich irgendwann um halb vier Uhr morgens etwas unruhig und verbissen einsehen musste, dass das Ganze jetzt keinen Sinn mehr hat. Am nächsten Morgen setzte ich mich anstatt loszufahren vor den Laptop und kümmerte mich so gut es möglich war um meinen Blog. Dass ich ein paar Stunden später loskam als eigentlich gedacht war vollkommen okay - trotzdem - meine Laune an dem Morgen war wirklich nicht so selbstliebend und positiv wie ich es mir ausgemalt hatte. Während ich mit dem Fahrrad vor mich hinfuhr, dachte ich wegen den banalsten Dingen schlecht über mich selbst und die Welt, kennt ihr diese Gedanken, die euch so klein sie auch scheinen mögen, trotzdem eure Stimmung beeinflussen? Einige Podcasts später dachte ich plötzlich schon gar nicht mehr so schlecht über mich und radelte ich durch eine meiner liebsten Naturstrecken auf dem Weg von Hamburg an die Ostsee. Ich fing an Bilder zu machen und war fasziniert, ein Grund warum ich mir so eine gute Kamera gekauft habe, ist, dass das Fotografieren mir nicht nur einfach Spaß bringt, sondern ich dadurch immer wieder daran erinnert werde, wie wundervoll diese Welt doch eigentlich ist und wie verdammt dankbar ich dafür sein kann zu leben. Sich selbst nicht wertzuschätzen ist einfach sinnlos, wenn man sich selbst auch einfach lieben könnte, und das kann man. Später setzte ich mich ins Gras und entspannte mich während ich den niedlichsten Kühen zusah und mich von der Sonne beschienen lies. In Lübeck legte ich mit meinem geliebten Soja Latte und einer guten Menge an Raw Bites eine wohlverdiente Pause ein. Lübeck hat mich noch nie wirklich umgehauen, aber diese engen Gassen der Altstadt mit den so schön gestalteten Häusern haben es mir dann doch angetan. Je näher ich dem Meer kam, desto glücklicher wurde ich, und als ich dann das gemütliche Zimmer der Pension betrat fühlte ich mich einfach überglücklich, frei und dankbar dafür, am Leben zu sein und so unendlich viele Möglichkeiten zu haben, die ich alle wahr werden lassen kann. Es war einer dieser wundervollen Momente, in denen man einfach nicht mehr aufhören kann zu strahlen, weil man merkt, dass das Glück von innen, unabhängig von außen kommt. Ich machte einen Spaziergang zu Aldi um mir Essen zu kaufen. Den Rest des Abends verbrachte ich damit, einfach so am Meer zu sitzen und den Wellen zuzuhören. Bevor ich den Sonnenuntergang bewunderte, ging ich noch einmal im Meer baden. Es gibt kaum etwas vollkommeneres für mich als im Meer zu schwimmen, und dabei die langsam rosa und orange werdenden Farben des Himmels zuzuschauen. Und dieser Gedanke, dass diese Orte immer zu jeder Zeit auf diesem Planeten existieren, unabhängig von allen unbedeutenden Problemen ist unfassbar wundervoll. Als ich auf dem Nachhauseweg in einer Eisdiele total viele vegan Optionen entdeckte, musste ich natürlich Kokos und Zartbitterschoki testen, der Eisdiele muss schließlich signalisiert werden, dass sie auf dem richtigen Weg ist hehe. Später in der Pension machte ich mir ein minimalistisches Haferflocken, Bananen und Apfel Oatmeal. Damit kuschelte ich mich zum lesen und - guess what - schreiben - im mein Bett. Es gibt so viele wundervolle Dinge die ich hier in der kurzen Zeit machen möchte dass ich am liebsten gar nicht mehr schlafen gehen möchte.


die niedlichsten Kühe und Kälber auf dem Weg an die Ostsee, mit dem Fahrrad habe ich extra große Pausen gemacht um sie anzuschauen - die Altbauhäuser in Lübeck - Der Sonnenuntergang vom Strand von Scharbeutz aus

DAY 2 - Es war einer dieser Tage, an denen ich, obwohl ich am liebsten vor lauter Ideen was ich alles tun könnte gar nicht mehr geschlafen hätte, dann doch nochmal ohne irgendeine innerliche Anspannung gemütlich ausgeschlafen habe. Ich habe mich dann nachdem ich ein paar Kleinigkeiten erledigt hatte auf den Weg zu einem Fitnessstudio in der Nähe gemacht und Bizeps, Trizeps, Schulter und Rücken trainiert. Ich liebe es einfach neue Fitnessstudios auszuprobieren und auch im Urlaub trainieren zu gehen. Ich achte momentan wirklich immer und immer mehr darauf auf meinen Körper zu hören und nur das zu machen worauf ich Lust habe, denn was bringt es mir, meine Zeit mit Dingen zu verbringen die mich nicht glücklich machen? Nachdem ich am Strand zurück zu meiner Pension spaziert bin habe ich den Rest des Tages einfach damit verbracht die Umgebung zu erkunden und Bilder zu machen - und dabei natürlich so viel Meeresluft wie möglich aufzunehmen. Dabei merkte ich, wie unglaublich schön das Leben ist, wenn man loslässt, frei ist, und das tut, was man wirklich tun möchte. Auch wenn Gedanken erdrückend sein können, höre ich nicht auf neue Dinge zu wagen.


Wetterschwankungen auf dem Spaziergang am Strand entlang - und am Ende am Strand ein Regenbogen

DAY 3 - Mein letzter Tag begann mit jeder Menge Podcasts und ganz viel Zeit am Strand zu liegen, ein bisschen zu schreiben und zu malen. Ich bin so dankbar für jeden dieser klaren Momente in denen ich einfach nur dankbar dafür bin lebendig zu sein und all das erleben zu können. Bevor ich wieder nachhause gefahren bin, bin ich noch die Strandstrecke nach Travemünde, einem Nachbarort der einige Kilometer entfernt liegt gefahren und dort dann einen Gedankengang in Worte gefasst, der mir schon so lange im Kopf schwirrte. Ich bin dankbar dafür die Möglichkeit ergriffen zu haben und diese kleine Reise unternommen zu haben. Diese Zeit in der ich mich selbst und meine Gedanken aushalte und immer weiter lerne gut damit zu sein ist genau das was ich brauche. Jetzt bin ich schon total gespannt auf die nächste Reise die mich erwartet.


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18.08.17

summer travels collage

Während der Großteil wahrscheinlich schon verreist war oder zumindest schon am Urlaubsort angekommen ist habe ich erst seit etwas über einer Woche zum letzten Mal die obligatorischen sechs Wochen Sommerferien. Bis vor ein paar Wochen hatte ich noch gar nicht darüber nachgedacht, diese Sommerferien überhaupt irgendwas anderes zu machen außer zuhause zu bleiben und den Großteil meiner Freizeit mit kellnern, Sport, Freunde treffen wenn sie dann da sind, schreiben, lesen, Fahrschule, Spazieren gehen und allem was ich sonst gerne mache zu verbringen und dabei natürlich lernen, so positiv zu sein wie nur möglich. Alles schön und gut, bloß dass ich es eigentlich über alles liebe die Chance zu verreisen zu ergreifen. Ich lerne dabei nicht nur so viel neues über diese Orte auf der Welt, sondern auch über mich. Besonders geprägt hat mich der Sylt Urlaub letzten Sommer, für den ich unendlich dankbar bin.


Bei uns in der Familie ist es nicht üblich im Sommer zu verreisen, und aufgrund so einiger Familien Probleme verzichte ich auch lieber darauf. Mit Freunden wäre ich natürlich gerne verreist, aber auch dort konnte zuerst noch nichts festes bestimmt werden, da sie selbst schon in den Urlaub fahren und kaum Geld übrig haben. Das Bequemste ist es da natürlich zuhause zu bleiben und sich darauf auszuruhen dass man die Zeit ja sinnvoll nutzt indem man Geld verdient. Aber mal ehrlich? Ich bin zwar kein Einzelgänger und brauche wie jeder Mensch soziale Kontakte, trotzdem bin ich eine Person die auch mal gerne alleine ist und Zeit mit sich selbst verbringen möchte, auch wenn es mir manchmal aufgrund meiner destruktiven Gedankenmuster schwer fällt, es mit mir selbst auszuhalten. Ist es dann sinnvoll solche Situationen deshalb einfach zu vermeiden und sich einfach nicht damit auseinander zu setzen? Für mich definitiv nicht mehr! Also warum sich nicht einfach einen großen Ruck geben, das tun was einem Angst macht, und alleine, im Rahmen meiner Möglichkeiten - die mittlerweile mit meinen 17 Jahren alles andere als wenig sind, also keine Ausreden! -, verreisen, aus meinem alltäglichem Leben rauskommen, und mich an neues herantrauen, mich herausfordern und mich inspirieren lassen? Ich möchte mich weder von meiner Angst noch von Selbstmitleid aufhalten lassen, diese wundervollen Möglichkeiten, unseren Planeten zu erkunden, zu ergreifen!

Ich habe mir für diesen August also drei wunderschöne Reiseziele in meiner Nähe ausgesucht. Wie viele andere  zieht es mich irgendwo auch nach Australien, Neuseeland und Thailand, aber ich möchte erstmal bei den kleineren Dingen anfangen.


B A L T I C  S E A  Als erstes werde ich mich mit meinem Fahrrad und einem großen Rucksack, vollgepackt mit Büchern die ich lesen möchte, meinem Malbüchlein, Hörbüchern, Schreibmöglichkeiten und Kamera auf den Weg an die Ostsee machen. Mit dem Fahrrad sind es um die 60 Kilometer durch die wunderschöne Natur. Angekommen werde ich dann zwei Nächte in einer Pension in Scharbeutz übernachten, sodass ich einen kompletten Tag habe, und eben die zwei an denen ich ankomme und abfahre. Klingt vielleicht wenig für den einen oder anderen, aber genau das ist ein perfekter Anfang für mich. Ich möchte die drei Tage einfach besser lernen auf mich selbst zu hören und das zu tun wonach mir ist. Ich möchte bewusst und präsent sein, dankbar sein, die Zeit in der Natur genießen, und vor allem einfach mal loslassen, entspannen und weiter lernen mit weniger zufrieden zu sein. Klar habe ich Angst dass ich es nicht schaffe, aber mal ehrlich, selbst wenn ist das auch okay, ich habe noch so viel Zeit das zu lernen, und am Ende zählt schließlich zählt der Weg.



B E R L I N  Ein paar Tage später werde ich mich dann auch den Weg nach Berlin in eine Pension in Prenzlauer Berg machen um diese wunderschöne Stadt zu erkunden und kennenzulernen. Das vegane Angebot muss ich natürlich auch unbedingt ausprobieren. Ansonsten ist mein Plan für die Tage genau das selbe wie an der Ostsee: Erkunden, loslassen, Zeit mit mir selbst verbringen und über mich selbst lernen. Ich werde mir außerdem definitiv Zeit dafür nehmen, neue Ideen von mir umzusetzen und mehr über Themen zu erfahren, die mich, wenn ich mal in mich selbst hinein höre, schon ganz lange interessieren. Auch wenn ich ehrlich gesagt mindestens einmal am Tag den Kopf schütteln muss wenn ich darüber nachdenke was ich da eigentlich mache, und wie ich das hinbekommen soll, ohne mich komplett von alten, negativen Gedankenmustern überrollen zu lassen, aber genau darum geht es ja! Ich bin wirklich ziemlich stolz auf mich, endlich Verantwortung zu übernehmen, und genau das zu tun, was ich eigentlich machen möchte, ohne mich von meinen Ängsten vor unter anderem meinen destruktiven Gedanken, beeinflussen zu lassen. Ich erwarte auch nicht, durch die zwei Reisen alleine ''zu mir selbst'' zu finden, ich bin einfach schon überglücklich, wenn ich es hinbekomme, die Zeit mit mir selbst dort zu genießen, ohne mich vor der freien Zeit mit meinen To Do zu verstecken um nicht damit konfrontiert zu werden.


S Y L T  Der krönende Abschluss werden dann fünf Tage Sylt in einem Einzimmer Apartment mit der besten Freundin die ich mir vorstellen kann. Ich freue mich unglaublich darauf, nach den zwei Reisen alleine, die Tage in Sylt einfach nur zu genießen und zusammen das zu tun wonach uns ist. Letztes Jahr hat mich die Insel so inspiriert, dass es einfach Wiederholungsbedarf gibt. Ich freue mich so sehr darüber dass das alles noch geklappt hat, es wird mein erster Sommerurlaub zusammen mit einer Freundin. Wir werden vermutlich die komplette Insel erkunden, unendlich viele Fotos von den wundervollen Plätzen und uns machen, und hoffentlich ins Gym dort gehen für den perfekten Start in den Tag.

Übrigens - Es sieht ganz so aus als hätte ich mit dem Zusammenstellen der Collagen eine neue, nächtliche Lieblingsbeschäftigung gefunden - es macht so Spaß und inspiriert mich schon während ich die Bilder und Sprüche auf Pinterest und Tumblr raussuche.
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11.08.17

vegan cake your body will thank you for

Vor vielleicht zwei Wochen habe ich einen Nachmittag in der Innenstadt verbracht um zu malen, Fotos zu machen, Spazieren zu gehen natürlich etwas von den begangen Köstlichkeiten zu probieren, die Hamburg anzubieten hat. Auf dem Weg zu meiner ersten Acaibowl aus Hamburg kam ich an einem Cupcake Laden vorbei,wollte eigentlich nur einmal gucken.. und kam dann mit dem köstlichsten veganen Cupcake wieder heraus den ich je in meinem Leben probiert habe: Sorte Raspberry Lemon. Der Konsistenz des Teigs war unglaublich saftig und zitronig, einfach vollkommen. Die Himbeerfüllung so süß, aber besser als jede Marmelade, und das Fondant war cremig, zitronig und herrlich süß. Garniert war die Kreation mit einer Himbeere. Es war mit Abstand der leckerste Treat meines Lebens.

Natürlich habe ich mir anschließend gedacht dass es definitiv an der Zeit sei, mal wieder einen Kuchen zu backen, ganz vom Cupcake inspiriert. Seit ich Sommerferien habe, bin ich abends sowieso wieder ungewohnt oft dabei, meiner Kreativität Abend beim backen in der Küche freien Lauf zu lassen. Und weil ich gesundes Essen liebe, habe ich einen Kuchen gebacken, den man direkt aufessen könnte, und sich dann nachdem der Körper mit den wertvollen Nährstoffen durchflutet wurde, immer noch fit fühlen würde.


Für den Teig benötigt ihr 200g Dinkelvollkornmehl, 150ml Zitronensaft, 75g Kokoschips püriert mit einem guten Schuss eurer liebsten Pflanzenmilch, 125g Kokosmus, etwas zum süßen, 10g Backpulver und eine Prise Salz. Nachdem ihr aus den Zutaten eine einheitliche Masse gemacht habt, füllt ihr den Teig als Boden in eine Springform, und drückt ihn auch zu den Seiten hin hoch, damit euer Kunstwerk wenn es vollendet ist mehr Stabilität hat. Nach etwa 10 Minuten bei 175 Grad und Umluft drückt ihr den angebackenen Boden etwas fester in die Springform und backt für weitere 10 Minuten.

Für die Himbeerfüllung benötigt ihr einfach nur 500g gefrorene Himbeeren und gegebenenfalls etwas zum süßenBevor ihr die Himbeeren auf dem angebackenem Boden verteilt kocht ihr sie am besten auf und siebt die überschüssige Flüssigkeit heraus, um zu vermeiden dass euer Kuchen anfängt zu zerlaufen.

Für die Füllung püriert ihr dann 500g Sojajoghurt oder noch besser Sojaquark, 150ml Zitronensaft, 200g Naturtofu, etwas zum süßen und 75g Speisestärke. Die Füllung wird dann vorsichtig über den mit Himbeeren ausgelegten Boden gegossen und noch eine halbe Stunde bei 175 Grad im Ofen gebacken. Vor dem Genießen muss der Kuchen dann noch abkühlen, damit Speisestärke erhärten kann. Ich habe bei meinem Kuchen übermotiviert etwas zu viel Speisestärke in die Mischung gekippt, deshalb habe ich im Rezept weniger angegeben, damit er weicher und saftiger ist. Gerade im Sommer ist so ein Kuchen aufgrund des Zitronensafts fast schon eine richtige Erfrischung. Enjoy!

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05.08.17

tasks given by the universe

Ich habe gelernt dass es mich glücklich macht meine Zeit hauptsächlich produktiv zu verbringen, und damit, Dinge zu kreieren. In die Schule zu gehen ist daher ziemlich komfortabel für mich. Mir werden Aufgaben gegeben die ich dann mache so gut es geht, dabei lege ich wenig Wert darauf ob mir das was ich tue Spaß macht oder nicht, denn dieses gute Gefühl es am Ende geschafft zu haben bedeutet mir mehr und ich kann daraus die Motivation schöpfen. Es ist angenehm, da es immer diese Deadline gibt und ziemlich genau vorgegeben ist ist was zutun ist. Ich bekomme die Aufgaben, möchte sie so gut wie möglich erledigen, tue sie, fühle mich gut. Easy. Tja, was wäre das Leben nur wenn es keine Challenges geben würde um aus seiner Komfortzone zu kommen. Wann auch immer ich nichts mehr zutun habe, stehe ich dann ohne irgendwelche Aufgaben da. Bislang ist es dann immer so gewesen dass ich mich mehr als ein bisschen verloren gefühlt habe. Ich stehe dann vor den Fragen: Was mache ich jetzt mit meiner Zeit? Was macht mir denn wirklich Spaß? Was sollte ich tun? Ist das was ich tue richtig? Könnte ich mehr machen? Ist das was ich jetzt mache falsch? Ich möchte nicht aufhören müssen meine Zeit so zu gestalten, dass ich mich so gut wie möglich fühle, und das gute ist ich muss es auch nicht, denn dass ich meinem Leben machtlos ausgesetzt bin ist Gott sei Dank eine Illusion.


Keine Aufgaben zu haben ist zur Zeit eine viel größere Aufgabe für mich, als zehn zu haben. Ich trage dann die komplette Verantwortung für das was ich tue und dann fängt das Überdenken an. Soll ich etwas tun das ich genieße? Soll ich etwas etwas anderes tun wodurch ich mich am Ende gut fühle? Gibt es auch eine Mischung aus beidem? Oder ein Mix aus beidem? Natürlich gibt es das! Ich muss mich damit auseinandersetzen und ausprobieren, lernen damit umzugehen, bis das Universum mir eine neue Aufgabe gibt. Was ist die Alternative? Dass ich mich ärgere, alles ablehne, anderen die Schuld gebe und warte bis es neue Dinge zutun gibt und auf einer Stelle stehen definitiv nicht! 
Ich bin dabei zu lernen die verschiedenen Dinge in meinem Leben nicht abzulehnen und als falsch anzusehen, sondern sie anzunehmen, daraus zu lernen und das beste daraus zu ziehen. Ich bin dabei zu lernen aufzuhören gerade in solchen Situationen konstant zu zweifeln und zu überdenken, weil ich in diesem Moment die einzig Verantwortliche bin, viel eher möchte ich es akzeptieren und es als eine Aufgabe eine ansehen, die mir das Universum gegeben hat. Vor allem lerne ich dadurch, mir selbst mehr zu vertrauen, und alles was mir widerfährt so anzunehmen, wie es ist.

Und jetzt ist es an der Zeit, weiter herauszufinden, was mir Freude bereitet, wodurch ich mich gut fühle, noch immer loslassen, und eine gute Balance zu finden. Ich möchte mich der Angst stellen falsch zu sein, wenn ich die verschiedensten Dinge ausprobiere. Ich meine, deshalb bin ich doch hier auf der Welt, wie jeder andere auch. Es ist auch an der Zeit, zu lernen, nicht so sehr auf meinen ständig rauschenden Gedankenfluss und mein Ego zu hören und einfach zu machen. Wenn ich alleine für alles verantwortlich bin was ich tue, was eigentlich aufgrund der unendlichen Möglichkeiten etwas wunderschönes ist, kann ich es auch auf niemand anderen schieben falls ich nicht nach meinen Vorstellungen handele. Durch solche Situationen werden meine Gedanken stärker. Ich möchte mich meinen Ängsten stellen und immer mein Bestes geben, aber mir stets vergeben. Jeder Mensch hat andere Dinge mit denen er sich auseinandersetzen muss, da kann ich mich nicht fragen ob das was in seinem Leben passiert ‘’richtig’‘ so ist sondern muss manchmal einfach machen. Deshalb lerne an solchen Tagen mit mir selbst am Meer, in Parks oder in Cafés, so unangenehm es mir auch manchmal ist, tausend mal mehr als an irgendeinem Schultag, durch den ich es dann vermeide mich aus meiner Komfortzone zu bewegen, immer mit der Ausrede dass ich ja gerade dabei bin so viel zu schaffen, und mich mit den Dingen auseinander zu setzen, von denen ich tief im Herzen weiß, dass ich es muss. 

5 TIPS HOW TO FACE YOUR PERSONAL TASKS

1. Höre in dich hinein wovor hast du momentan Angst? Was ist dir unangenehm? Ansonsten frag dich selbst, was möchte ich jetzt gerade machen? Und danach eventuell warum du es gerade nicht machst. Was hält dich auf?

2. Such dir keine Ausreden Kleine Erinnerung an mich selbst, das Bedürfnis, produktiv sein zu wollen ist kein Grund sich den 'unproduktiv'' zu sein scheinenden Aufgaben nicht zu stellen.

3. Glaub an dich, vertraue dir und sei dir sicher dass du es schaffen kannst. Du hast es geschafft laufen zu lernen, sei geduldig und mach immer weiter. 
4. Du bist jetzt schon genug und richtig ohne dass du damit umgehen kannst, du musst es nicht einmal, aber wäre eine größere Komfortzone nicht verdammt cool und erstrebenswert?
5. Es geht nicht darum perfekt zu sein, es werden immer neue Aufgaben kommen und du wirst niemals ''fertig'' sein. Du kannst dich jetzt schon lieben, es geht nur um den ewigen Prozess, heute ein Stück besser zu sein als am Tag davor. Mir der Zeit siehst du, wie unglaublich viel du schon daran gewachsen bist.


Ich freue mich so sehr zu sehen, wie meine Einstellung zu diesen Dingen sich langsam mehr und mehr verändern wird, je mehr ich mich damit auseinander setze. Wie schön ist bitte der Gedanke, dass es gar nicht perfekt sein soll, dass du dich auch so, mit all den Fehlern die du machst lieben kannst während du dabei bist dein bestes zu geben und daran zu arbeiten und so mehr zu lernen? Wie schön ist es, dass es nicht darum geht, all das morgen perfekt hinbekommen zu müssen, sondern dass es um den langsamen Prozess geht, sich jeden Tag herauszufordern und ein Stück besser zu werden als am Tag davor in den verschiedensten Bereichen, wo du wenn du ehrlich mit dir selbst bist weißt, dass du es musst. Und welche Aufgabe hat das Universum dir gegeben?
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