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12.01.18

kale and me juice cleanse experience

Von all den vielfältigen und wunderschönen Dingen die einem das Leben quasi anbietet stehen bereits sämtliche Dinge auf die ich bereits aufmerksam werden durfte nicht einfach nur auf meiner To Do Liste, sondern viel eher auf meiner imaginären to live oder to experience Liste. Die Auswirkungen einer Saftkur zu erfahren hatte sich dort bereits auch schon eingereiht. Trotzdem, auf Essen zu verzichten erschien mir beim ersten Hinschauen trotzdem so trostlos dass ich diese Erfahrung erst einmal so weit wie möglich hinauszögern wollte. Aus irgendeinem Grund begegnete mir das Thema Saftkur in den letzten Monaten dann doch so häufig, dass ich es einfach mal als ein Zeichen vom Leben an mich selbst da, und mein Vorhaben auf meiner to experience Liste ganz nach vorne setzte.

Ich wollte die Erfahrung der dreitägigen Saftkur von Kale and Me in erster Linie machen um mir selbst und meinem Leben mit all seinen wunderschönen Details wieder voll und ganz bewusst zu werden. Wie der kleine Spruch im Beilagenheft der Kale and me Saftkur bereits sagte, wird einem oft erst bewusst wird wie unendlich dankbar man für sein Leben sein kann wenn man einfach mal weniger als eigentlich hat, sich darauf fokussiert, und den gesamten Reichtum darin erkennen kann. 80 Euro mögen einem eine Menge Geld für ein paar Säfte erscheinen, aber das bin ich bereit in mich selbst und mein Wohlbefinden zu investieren. Ich bin dabei daran zu arbeiten, meine Gedankenmuster, dass ich in jeglichen Bereichen des Lebens, auch beim Essen, oft nie genug habe, aufzulösen. Was könnte wundervollere Auswirkungen auf den gesamten Rest des Lebens haben, als genug von der Energie mit der man seinen Körper stärkt zu haben? Ich bin dabei mir dem wundervollen Geschenk des Lebens, ganz so wie es ist, immer bewusster zu werden.

Natürlich kann man sich dem auch ohne eine Saftkur bewusst werden, aber dann doch um einiges schwerer wenn man dazu neigt, ständig spät am Abend einfach gedankenlos aus Stress oder einfach aus Gewohnheit, viel zu viel zu essen. Ich bin getrennt von den wahren Bedürfnissen meines Körpers. Meine Gedanken am nächsten Morgen nach dem späten Aufwachen mit Bauchschmerzen aufgrund den Mengen am späten, unbewussten Essen sind dann wirklich nicht nicht mehr positiv und ich werte mich selbst ab, weil ich es so schon wieder geschafft habe mir den Start in den neuen Tag so ‚kaputt‘ zu machen. Vielleicht mache ich das Ganze in dem Moment mit meinen ganzen Gedanken auch noch ein Stück dramatischer als es eigentlich ist. Trotzdem, ich habe mich dazu entschlossen liebevoll mit mir selbst und meinem Leben umzugehen. Wenn ich mir genau das als oberste Priorität in meinem Leben setze, werden sich all die anderen Dinge von alleine fügen. Die Saftkur sollte ein Schritt in diese Richtung sein.

Ich bin unendlich dankbar für die Bewusstheit, dass ich selbst in jedem Moment selber die Wahl dazu habe, meine wundervolle Zeit auf diesem Planeten zu nutzen, und hatte endlich die Absicht entwickelt, diese destruktive Angewohnheit, aus welchen Gründen auch immer ich an ihr festhalte, und wie unangenehm eine Veränderung am Anfang auch sein mag, ein für alle mal zu verabschieden. Stattdessen möchte ich mein Leben und mich selbst mit so viel Liebe füllen wie möglich.

Am Abend bevor meine Saftkur starten sollte war ich tatsächlich motiviert und aufgeregt, nun endlich ins Handeln zu kommen und meine Gewohnheiten zu verändern. Sozusagen als Start in das neue Jahr. Ich war stolz auf mich endlich wieder den Glauben daran gefunden mich von meinen destruktiven Angewohnheiten zu lösen. Meine Vorbereitung auf die Saftkur bestand darin, mein Essen am Abend vorher durch einen Saft zu ersetzen. Ich entschied mich für Amy Almonds, einfach weil er bis jetzt fast in jedem Review bei den Favoriten immer ganz vorne mit dabei war. Meine Vorstellung von einem cremigem, aromatischem und süßem Drink wurde ziemlich getrübt. Die Mischung aus Mandel, Dattel und Meersalz hatte ich mir anders vorgestellt. Auf diese Ernüchterung machte ich mir schließlich noch einen Liter Mandelmilch Kakao an dem ich mich dann noch in meinem Bett beim Lesen aufwärmte. Ich war an diesem Abend ganz besonders friedlich bei mir selbst. Abends auch mal ohne einen vollen Magen schlafen zu gehen fühlte sich erstaunlich gut an, und viel mir, da ich bereits ziemlich schläfrig war auch gar nicht schwer. 

Am nächsten Morgen wachte ich gegen neun Uhr auf und fühlte mich total erholt und ausgeschlafen. Morgens ohne einen unangenehm vollen Bauch aufzuwachen reicht für mich an den meisten Tagen schon komplett aus um glücklich aus dem Bett zu hüpfen. Mit der Freude darüber, zu erkennen, dass ich selbst mein Leben auch in dieser Hinsicht selbst kreiere trank ich direkt meinen ersten Saft, Pamela Pine, und schrieb mir eine To Do Liste für den Tag der mich erwarten würde, Trotz der Saftkur wollte ich meinen Tag mit einem Oberkörpertraining beginnen. Gewappnet mit Saft Nummer 2, Caty Carrots, zwei Bananen und zwei Äpfeln zog ich los. Mir ging es bei der Saftkur um Bewusstsein und Achtsamkeit, von daher war es für mich in Ordnung zu den Säften auch noch Obst zu essen, wenn ich mal wirklich Hunger bekommen sollte. Es war anfangs faszinierend wieder einmal zu sehen, wie viel mehr man eigentlich kann als man im ersten Moment denkt und mein Körper zumindest am Anfang auch ohne wirklich etwas im Magen zu haben mich darauf konzentrieren kann Kraft zu haben. Nachdem ich dann allerdings nach einer halben Stunde richtig hungrig wurde, konnte ich mich erst wieder konzentrieren nachdem ich mein gesamtes Proviant gegessen hatte. Als ich Nachmittags spazieren ging während ich Saft Nummer drei trank, auf den ich übrigens den ganzen Morgen gespannt gewesen war, wurde mir bewusst wie viel präsenter ich war. Während einer Saftkur kann man sich einfach nicht mit dem gemütlichen Gedanken an sein liebstes Essen später am Tag dem gegenwärtigen Moment entziehen. Stattdessen verbringt man seine Zeit mit anderen Dingen, denen ich dadurch so viel mehr Beachtung schenken konnte. In meinem Lieblingscafé genoss ich nach meinem Spaziergang jeden Schluck meines Soja Latte Macchiatos während ich die Atmosphäre dort wahrnahm und an neuen Blogposts arbeitete. Später fuhr ich noch zum Starbucks in der Innenstadt, wo ich mich dieses mal einen schwarzen Kaffee entschied. Ich vergaß während dem Bloggen komplett die Zeit und fuhr dann gegen neun, völlig erfüllt und zufrieden vom Blogpostschreiben zurück nachhause. In der Bahn trank ich Rosy Roots, die Nummer 4, und nachdem ich Zuhause angekommen war, begann ich an Calvin Kale zu trinken. Ich beschäftigte mich ein wenig später zuhause wieder mit meinem Blog und ersetze Amy Almonds bereitwillig durch einen Liter Sojamilch Kakao mit dem ich mich am Schreibtisch aufwärmte. Ich war wieder so mit dem Bloggen beschäftigt, dass es mir überraschend wenig ausmachte nichts richtiges zu essen. Um vier Uhr morgens bemerkte ich dann erst so richtig wie die Zeit vergangen war und legte mich schlafen, eine Stunde bevor ich wieder aufstehen musste um gemeinsam mit einer wundervollen Freundin den Flixbus nach Berlin zu bekommen. Für das unglaublich vielfältige Angebot an veganem Essen in Berlin pausierte ich die Saftkur selbstverständlich. Ich glaube ich habe noch nie zuvor so bewusst und auf die wahren Bedürfnisse meines Körpers hörend Essen genossen wie in Berlin. Nachdem mein Körper satt war, hatte ich nachdem ich mich einige Minuten innerlich distanzierte auch tatsächlich emotional genug. Wie viel schöner ist es, noch in der Lage zu sein nach dem Essen auch noch zu anderen Dingen in der Lage zu sein, anstatt sich vor lauter Sättigung kaum noch bewegen zu können? 

Nachdem ich mir mit dem einen Tag Saftkur, und dem darauf folgenden Tag in Berlin bewusst wurde, dass ich mich selbst in dieser Hinsicht tatsächlich gut behandeln kann, fehlte mir ehrlich gesagt erstmal die Motivation dazu noch zwei weitere Tage Säfte zu trinken. Viel lieber wollte auch all die anderen Dinge in einer für meinen Körper gesunden Menge genießen können. Die weiteren Säfte trank ich dann schließlich einfach so zu anderen Mahlzeiten dazu. Abgesehen von Amy Almonds haben mir alle Säfte geschmeckt, und diesen mir momentan als kleiner Reminder um bewusst zu bleiben. Einen vollständigen Tag der Saftkur werde ich mit den restlichen Säften auch noch machen. Momentan konzentriere ich mich jedoch ganz besonders auf achtsames und gesundes Essen in Dankbarkeit. Es ist nicht einfach die alten Angewohnheiten die mit alten Glaubenssätzen und Denkmustern einhergehen abzulegen und neue zu kreieren, man hat die Möglichkeit sich dafür zu entscheiden. Bei mir klappt es momentan überraschend gut. Also, ich kann einen kleinen Detox jeglicher Art ebenfalls jedem empfehlen, der entweder destruktive Denkmuster verabschieden möchte, sich einfach dem Leben und sich selbst an sich wieder bewusst werden möchte, oder einfach mal die Erfahrung machen möchte was solche eine Umstellung in einem selbst auslöst. Go for it und nutzt diese wundervolle Möglichkeit solch eine Erfahrung machen zu dürfen. Ich habe einige Dinge für mich mitnehmen können. Essen ist ein so schöner Teil des Lebens, aber kein Mittel um andere Bereiche des Lebens zu kompensieren oder ihnen ihren Raum zu nehmen.
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Kommentare

  1. Danke für deinen lieben Kommentar! :-)
    Ich finde deinen Blog so super, und ich liebe den Aufbau in deinen Post. Du hast auf jeden fall einen Leser dazu gewonnen.

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  2. Super interessant! Vor allem dass du noch in den Sport gegangen bist und der Hunger dann eingesetzt hat. So würde es mir glaube ich auch gehen! Ich hab noch nie eine Saftkur gemacht weil ich es mir schwerer vorstelle als Wasserfasten... aber um das zu überprüfen steht es auf meiner Bucket List :)
    Gruß,
    Laura von fruit-fairy.com

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  3. Die Säfte sehen lecker aus, aber ich weiß nicht, ob so eine Saft-Kur etwas für mich wäre - wäre für mich wohl auch ziemlich schwer! Danke für den tollen Erfahrungsbericht :-)
    Liebe Grüße, Cindy Fräulein Cinderella

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  4. Sehr schöne Bilder!
    Alles Liebe,
    Marie Dyness💗
    http://mariedyness.blogspot.de/

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  5. Das ist so ein interessanter Post! Ich finde es immer wieder erstaunlich,als wie selbstverständlich wir es betrachten, dass wir jeden Tag genug Essen zur Verfügung haben und wie schnell wir vergessen, dass Essen etwas besonderes sein kann und sein soll!
    Danke, dass du deine Erfahrung mit uns geteilt hast! Viel Glück beim Verfolgen deiner Ziele, deinen Körper bewusster wahrzunehmen, das finde ich einen wirklich schönen Vorsatz.

    Alles Liebe und einen guten Start in die Woche!
    <3

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  6. Eine Saftkur klingt spannend, doch ich weiß nicht ob ich das durchhalten könnte.

    Lieber Gruß ♥

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  7. Hallo meine Liebe!

    Der Beitrag ist wirklich total interessant! Ich bin auch schon am längeren am überlegen, ob ich auch mal eine Saftkur versuchen sollte, aber mir ist das ehrlich gesagt immer zu viel Geld.
    Und es ist unglaublich, wie bewusster wir das Essen plötzlich wahrnehmen. Wir sollten alle wirklich mehr genießen und unsere Bedürfnisse bewusster wahrnehmen.

    Viele liebe Grüße!
    Anna :-)
    https://wwwannablogde.blogspot.de/

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