Categories

07.01.18

learning to accept your weakness

Immer mal wieder kann ich selbst dabei zuschauen wie meine Energie sich nach und nach zu verändern beginnt. Ich merke wie mit meiner geringer werdenden Motivation auch meine Kraft schwindet. Ich muss mich mehr zu den Dingen zu zwingen, die ich vorher, zumindest nach einem anfänglichen Motivationsanschub, mit Freude getan habe. 



Anstatt mir aber selbst einzugestehen, dass ich selbst nun erstmal eine schöne Portion Ruhe und Entspannung benötige und meine Energie für einige Zeit nicht nur aufladen, sondern auch auf etwas anderes lenken sollte um wieder empfänglich zu werden, beginne ich viel öfter als nötig die Situation innerlich abzulehnen, anstatt mein Leben erst einmal voller Liebe und Akzeptanz friedlich so anzunehmen wie es ist.  
Ich beginne über Möglichkeiten nachzudenken warum es mir gerade so geht, was ich falsch gemacht haben könnte und wie ich es jetzt schnellstmöglich wieder etwas ändere damit am besten alles einfach wieder so wird wie es vorher war. 
Mal anders ausgedrückt rausche ich jedes mal, wenn ich merke dass meine Energie sich irgendwie verändert, geradewegs in einen Ozean voller sinnloser, sich ständig wiederholende Gedankenabläufe gefüllt von Selbstzweifeln, gesteuert von meinen Ängsten. Keine Frage dass es in diesen Situationen von Außen beurteilt das Sinnvollste wäre auf den eigenen Körper zu hören. Trotzdem mache ich selbst es dann doch viel zu selten. Ich beginne in diesen Momenten an mir selbst zu zweifeln und verliere das Vertrauen in mich selbst. Ich zweifle an meiner Fähigkeit in der Lage dazu zu sein auf meinen Körper zu hören. Warum sollte ich jetzt nur weil ich mich mal nicht danach fühle nicht die Dinge tun die mir doch auch sonst auch Freude bereiten? Schließlich gibt es ja immer mal Tage an denen die Motivation ein wenig auf sich warten lässt. Am Ende bin ich doch so oft glücklich darüber ins Handeln gekommen zu sein und ich fühle mich total gut? Alle anderen Menschen auf diesem Planeten würden wahrscheinlich auch nicht so selbstliebend handeln.. Dann bin ich doch die einzige die auf der Strecke bleibt? 
Eine viel schönere Möglichkeit wäre es doch, einen Weg einzuschlagen, auf dem ich mich selbst und mein Leben in genau diesem Moment vollkommen so annehmen würde wie es ist, anstatt gesteuert von Angst alles zu zerdenken und in meinem Kopf eine Dramashow nach der anderen abspielen zu lassen. 



Das neue Jahr hat mich mit der neuen, wundervollen Motivation und Kraft beschenkt in ein komplett neues Handeln zu kommen. Ich plane es tatsächlich, liebevoller und bewusster mit mir selbst und meinem Körper zu sein und den Mut zu fassen, zu lernen eine Balance zu finden mir auf der einen Seite selbst zu vertrauen und meine Grenzen zu berücksichtigen, und mich auf der anderen Seite aber auch dazu zu motivieren, mal Dinge zu tun auf die ich anfangs wirklich überhaupt gar keine Lust habe. Denn, wer kennt es nicht morgens mal zu hinterfragen ob man wirklich Lust dazu hat zum Sport zu gehen, und nachdem man sich dann doch dazu motiviert hat entscheidet man sich nach dem Training mit der besten Laune dazu den wundervollsten und erfolgreichsten Tag zu erleben. Ein anderes Beispiel ist das wundervolle Gefühl der Dankbarkeit und des Glücks drei Stunden nachdem man sich morgens dazu gezwungen hat beim ersten Weckerklingeln aufzustehen. Einfach für all die wundervollen Dinge die man dadurch bereits erleben durfte. 



Nichtsdestotrotz möchte ich mich selbst dazu bringen meiner sinnlosen Angst Adios zu sagen um friedlicher und demnach weniger von meiner Angst getrieben zu leben. Ja, das Horrorszenario in meinem Kopf endet letztendlich darin, dass ich sobald ich damit anfangen werde, mehr auf die Bedürfnisse meines Körpers zu hören, den Rest meines Lebens isoliert in meinem Bett verbringen werde und für alle Zeit jegliche Lust daran verlieren werde überhaupt irgendwas zu tun - Wenn ich mich nicht dazu zwinge, dann werde ich alles wundervolle in meinem Leben verpassen. Klingt ziemlich dramatisch? Oh ja, das finde ich auch. Dieses grausamste aller Horrorszenarien vor der meine Angst mich in diesen Momenten bewahren möchte ist nun wirklich fernab von der Realität. Diese Angst ist grundlos - und das ist wunderschön.
Reflektierend habe mir wirklich mein eigenes Drama erschaffen, obwohl ich tatsächlich jede Minute die Wahl hatte mich anders zu entscheiden. Ist es nicht befreiend und schön, dass ich in jedem Moment meines Lebens die Chance dazu ergreifen kann diese einschränkenden Glaubenssätze aufzulösen? Genau diese Entscheidung für etwas Neues wird nun das erste Träumchen, das ich dieses Jahr zu meiner wundervollen Realität machen werde.



Und um zu lernen friedlicher und liebender mit mir selbst zu werden, um dann unter anderem dann auch besser mit meinen Schwächen umgehen zu können habe ich mir kleine  Wegweiser überlegt, an die ich mich stets halten kann. 
In erster Linie möchte ich mich mehr auf mich selbst und meine persönlichen Ziele und Pläne besinnen um ein für mich glückliches Leben nach meinen Vorstellungen leben zu können. Das unterscheidet sich wahrscheinlich von jedem anderen gelebten Leben auf dieser Welt und ist nicht vergleichbar. Wenn ich diese Denkweise weiter entwickle, wird es mir demnach auch egal sein, wie andere Menschen in meiner Situation handeln würden. Ich habe schließlich meine eigenen Vorstellungen von einem erfüllten Leben, und danach handele ich.



Wenn ich mich das nächste Mal unmotiviert und kraftlos fühlen werde, obwohl ich mein Vorhaben wirklich in die Tat umsetzen wollte habe ich ja immer die Möglichkeit mir erstmal die Zeit zu nehmen um meine Stimmung erstmal mit positiven Gedanken nach oben zu katapultieren und es zumindest zu versuchen - denn wie gesagt, der Hunger kommt hin und wieder ja auch erst beim essen. Falls es mir dann noch immer keine Freude bereiten sollte und ich mich nicht besser fühle, werde ich meine Lebenszeit von nun an, sofern es natürlich mit meinen Prioritäten vereinbar ist, so sehr wertschätzen, dass ich sie für die nächsten Stunden lieber für etwas nutze, das mir in diesem Moment daraus folgend auch danach glücklicher macht. Im Endeffekt bin ich dann so viel zufriedener als wenn ich konstant verbissen immer wieder versuche und dann ohne wirklichen Erfolg eher eher gegen meinen Körper arbeite als mit ihm. Das bedeutet für mich ein angenehmer und bewusster Mittelweg, bei dem ich letztendlich auch immer weiß, es zumindest versucht zu haben und mir sicher sein kann, dass Ruhe für diese Zeit das beste für mich ist. Morgen ist dann schließlich eine neue Chance, wo ich dann wohlmöglich mit neuer wundervoller Energie das voraussichtlich geplante in die Tat umzusetzen. Und bis dahin gibt es so viele andere schöne Dinge mit denen ich meine Lebenszeit verbringen darf.




Außerdem möchte ich mir auch öfter mal erlauben mir eine Pause für andere Dinge zu nehmen, einfach so, auch dann wenn ich eigentlich die Kraft dazu hätte andere Dinge zu machen. Wenn es mir Freude bereitet diese Dinge zu tun, sind sie es auch mehr als wert dass ich mir eine gewisse Zeit für sie nehme. So wird es mit der Zeit dann einfacher für mich mich nicht so durch das was ich aus meiner Kraft ‚Leistung‘ zu definieren oder mich selbst dadurch zu bewerten.


Und zum Schluss möchte ich meine dramatischen, von Angst gesteuerten Gedankenmuster aus einem bewussten Zustand von außen heraus beobachten. Wohl wissend, dass sie nicht der Realität entsprechen und es keinen Grund zur Sorge gibt, sondern wahrscheinlich einfach nur einen Grund wieder ein wenig mehr Balance in mein Leben einfließen zu lassen.



Und wie geht ihr mit euren Schwächen um? Reagiert ihr dort selber vielleicht auch oft mit Angst und Ablehnung gegenüber euch selbst und eurem Leben? Seid ihr in dieser Hinsicht schon weiter gewachsen oder funktioniert was Schwäche betrifft komplett anders? Ich würde mich unglaublich dafür interessieren, wie ihr mit euren Schwächen umgeht und inwiefern ihr euch darin bereits verbessern konntet. 
SHARE:

Kommentare

  1. Ein sehr schöner ehrlicher Post, mit dem ich mich nur zu gut identifizieren kann!
    Mir geht es oft ähnlich wie dir. Manchmal schwindet einfach die Energie und vor allem, nach der Schule, wenn es dunkel und kalt und grau ist, ist es schwierig sich noch zu irgendwas produktivem aufzuraffen...
    Ebenso wie ich mir vorgenommen habe meine Zeit effektiver zu nutzen und motiviert und engagiert zu arbeiten (für mein Abi und auch für meinem Blog) habe ich mir, ähnlich wie du, vorgenommen mir auch mal eine Pause zu gönnen. Auch man auszuruhen und zu entspannen, denn das ist total wichtig für den Körper! Und damit meine ich nicht am Handy zu "chillen" sondern wirklich mal entspannt zu lesen, ohne dabei ständig tausende Gedanken im Kopf zu haben :)

    Ich wünsche dir ein tolles Jahr 2018!

    Liebe Grüße
    Pauline <3

    www.mind-wanderer.com

    AntwortenLöschen
  2. Oh Lea, mir gefallen die Themen, die du ansprichst in den letzten paar Monaten so schön! Ganz großes Kompliment an dich :)

    Viele liebe Grüße, Julia ☾ | www.serendipityblog.de

    AntwortenLöschen
  3. Ein super Beitrag, Lea! Und ein Hut ab für dich, dass so offen darüber schreibst :)
    Ich muss zu geben, dass ich mittlerweile was die Motivation angeht ein wenig entspannter geworden bin. Denn ich möchte im Leben das machen, was mir eine FREUDE macht und KEINEN Druck. Somit mache ich Sport, wenn ich Lust habe und natürlich muss ich mich auch oft zum Sport motivieren, wenn ich morgens nicht beim Sport war, dass ich Abends gehen. Aber ich merke es schon allein, wenn ich keinen Sport treibe, dass ich starke Rückenschmerzen bekommen und Co.. Somit bleibt mir nichts anderes als dies zu tun. Aber damit ich nicht diese Lust dran verliere versuche ich meinen Trainingsplan abwechslungsreich zu gestalten. Genau so mein Hobby und zwar verharre ich nicht nur beim Sport, sondern lese, treffe mich mit Freunden gerne oder arbeite am Blog. So habe ich eine kleine Abwechslung zwischen durch und ich mache mir keinen Druck :)

    Ich hoffe, dass du in diesem Jahr dran arbeiten kannst und dich auch ein wenig veränderst, was deine "Schwäche" angeht ;)
    Und wie ich mit meinen Schwächen umgehe, dass versuche ich immer am Anfang eines Monats aufzuschreiben, um an meinen Schwächen zu arbeiten :)

    Ich wünsche dir einen gutem Start in die neue Woche, magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

    AntwortenLöschen
  4. Ein sehr schöner Post und ich glaube, damit kann sich jeder identifizieren. Ich kenne diese Gefühle jedenfall von mir selbst und glaube, dass jeder solche Phasen hat.
    Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für 2018! :)
    Viele Grüße, Cindy
    www.fraeulein-cinderella.de

    AntwortenLöschen
  5. Ich finde, dass es für jeden normal ist, Zweifel oder auch Ängste zu haben. Natürlich soll man immer auf sich und seinen Körper Acht geben. Doch das ist auch keine Garantie, dass man gewissen Zweifel nicht bekommt. Allerdings ist es auch gut, wenn man an sich kontinuierlich arbeitet. Das mache ich auch. Danke für deinen Post!

    LG

    Daria

    http://www.dbkstylez.com

    AntwortenLöschen
  6. Was für ein wunderschöner Beitrag von dir!! Es ist wirklich normal, dass man Zweifel und Ängste hat. Das geht doch vielen so, oder etwa nicht? Es ist aber immer gut an sich selbst zu arbeiten. So kann man sich auch nur weiterentwickeln. :)

    Liebe Grüße
    Kathleen
    www.kathleensdream.de

    AntwortenLöschen
  7. Das ist echt ein wunderschöner Beitrag und ich finde ihn so emotional.
    Früher war ich echt richtig schüchtern aber dadurch das ich älter geworden
    bin, wurde ich auch immer offener gegenüber Menschen. Ich weiß nicht woran genau
    das liegt aber ich glaube einfach, dass man sich überwinden muss und dann kann
    man alles schaffen.
    Immer noch Angst habe ich vor Prüfungen, wenn es wichtige Prüfungen sind kann ich so viel lernen, wie ich will aber ich habe trotzdem Angst. Das wird bestimmt auch immer so bleiben.
    Liebe Grüße
    Luisa von http://www.allaboutluisa.com/

    AntwortenLöschen

Ich freue mich über Lob, Kritik Anregungen und alles andere!

Blogger Template Created by pipdig